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Makramee-Katze – Anleitung – Eine dekorative Katze aus Makramee Schritt für Schritt knüpfen

Makramee-Katze – Anleitung – Eine dekorative Katze aus Makramee Schritt für Schritt knüpfen

Bei einer kleinen Katze aus Makramee darf die Form ruhig etwas stilisiert sein. Das macht sie nicht weniger charmant: Ein runder Kopf, ein schmaler Körper und ein seitlich geschwungener Schwanz reichen meist schon, damit das Motiv sofort erkennbar ist. Bei meinen ersten Versuchen war ausgerechnet der Schwanz das Detail, an dem ich am längsten herumgezupft habe. Ein paar Millimeter zu straff gezogen, und schon wirkte die Katze eher wie ein Ausrufezeichen. Deshalb arbeiten wir hier mit einem einfachen Grundaufbau, den du beim Knüpfen noch an deine Vorstellung anpassen kannst.

Die Anleitung ergibt ein Wandbild von ungefähr 25 bis 30 Zentimetern Höhe. Kopf und Körper sind getrennte Knüpfbereiche, werden aber an derselben Holzstange befestigt. So bleibt das Motiv übersichtlich, und du kannst die Proportionen korrigieren, bevor du die Enden abschneidest.

Material, das sich gut verarbeiten lässt

Für die Katze verwende ich am liebsten weiches, gedrehtes Baumwollgarn mit etwa 3 Millimetern Durchmesser. Es lässt sich gut knoten, und die Fransen können später mit einem Kamm ausgearbeitet werden. Geflochtene Schnur ist ebenfalls möglich, wirkt an den Fransen aber glatter und lässt sich nicht so schön aufdrehen. Eine glatte Holzstange gibt dem Stück Halt; ein Ast mit leichter Biegung sieht natürlicher aus, kann das Ausrichten der Knoten jedoch etwas erschweren.

Material Menge und Hinweise
Baumwollkordel, 3 mm Etwa 30 m; für Körper, Kopfband und Schwanz
Holzstange 20–25 cm lang, möglichst gerade
Holz- oder Metallring Etwa 8–10 cm Durchmesser für den Kopf
Dünne dunkle Schnur Für Augen, Nase und Schnurrhaare
Schere, Maßband, Kamm Zum Schneiden, Ausrichten und Ausfransen

Lege außerdem ein Stück Malerkrepp oder eine Klammer bereit, mit der du die Stange am Tisch fixieren kannst. Das klingt nebensächlich, macht aber einen deutlichen Unterschied: Wenn die Basis während des Knüpfens ständig kippt, werden die Reihen schnell schief. Schneide die langen Körperfäden zunächst mit etwas Reserve zu. Baumwollkordel kann beim Festziehen überraschend viel Länge verlieren.

Der Kopf bekommt zuerst seine Form

Umwickle den Ring dicht mit Kordel. Dafür reicht ein etwa 2,5 Meter langes Stück, abhängig davon, wie breit der Ring ist und wie eng du wickelst. Beginne mit einem kleinen Überstand, lege die Windungen nebeneinander und achte darauf, dass das Metall oder Holz nicht durchscheint. Am Ende führst du die Schnur auf der Rückseite unter einigen Wicklungen hindurch und ziehst sie fest. Wenn eine kleine Lücke bleibt, lässt sie sich nachträglich schließen – nicht mit einem dicken Knoten, sondern indem du die benachbarten Windungen zusammenschiebst.

Die Ohren knüpfst du direkt an den oberen Rand des Rings. Schneide vier Stücke von je ungefähr 35 Zentimetern ab und befestige jeweils zwei davon mit einem Lerchenkopfknoten an zwei Punkten, die etwa 4 Zentimeter auseinanderliegen. Zwischen den Befestigungen entsteht eine kleine Gruppe aus vier Arbeitsfäden. Knüpfe daraus einen flachen Quadratknoten und ziehe ihn nicht ganz an den Ring heran. Die äußeren Fäden werden nun schräg nach oben geführt; mit einem dünnen Reststück umwickelst du sie dort, wo die Spitze des Ohres entstehen soll. Sichere die Wicklung auf der Rückseite. Wiederhole das auf der anderen Seite und gleiche die Ohrenspitzen erst ab, wenn beide fertig sind. Ein kleines Ungleichgewicht wirkt oft lebendiger als zwei vollkommen identische Ohren.

Für Augen und Nase genügt dünne dunkle Schnur. Stich sie mit einer stumpfen Wollnadel durch die Zwischenräume der Umwicklung und vernähe die Enden hinten. Setze die Augen nicht zu weit auseinander; bei einem Ring mit 9 Zentimetern Durchmesser passen ungefähr 3 bis 3,5 Zentimeter Abstand gut. Die Schnurrhaare dürfen kurz bleiben. Drei dünne Fäden auf jeder Seite, locker geknotet und auf etwa 4 Zentimeter gekürzt, sind meist ausreichend. Ein winziger heller Holz- oder Garnpunkt kann als Nase dienen.

Den Körper unter der Stange knüpfen

Fixiere die Holzstange waagerecht und befestige daran zwölf Kordeln von jeweils 2 Metern Länge. Falte jede Kordel in der Mitte und setze sie mit einem Lerchenkopfknoten auf die Stange. Schiebe die Knoten in die Mitte, sodass die Gruppe ungefähr 18 bis 20 Zentimeter breit ist. Die Fäden hängen nun paarweise herunter. Hänge den fertigen Kopf mittig an die Stange, etwa 2 bis 3 Zentimeter unterhalb der Knotenreihe. Ein kurzes Stück Kordel reicht dafür; binde es so, dass der Ring nicht nach vorne kippt.

Der Körper entsteht aus Quadrat- und versetzten Quadrat-knoten. Beginne in der Mitte mit zwei Quadrat-knoten nebeneinander und lasse die äußeren Fäden zunächst frei. In der nächsten Reihe arbeitest du drei Knoten versetzt, indem du jeweils zwei Fäden aus der vorherigen Reihe mit den benachbarten freien Fäden zusammen verwendest. Danach folgt wieder eine Reihe mit zwei Knoten, dann eine mit einem Knoten. Die Form verjüngt sich dadurch nach unten und erinnert an einen schmalen Katzenkörper. Ziehe alle Knoten gleichmäßig an, aber presse die Reihen nicht dicht zusammen. Ein wenig Abstand lässt das Muster ruhiger aussehen und verhindert, dass die Mitte wie ein harter Knotenblock wirkt.

Die Fäden am unteren Rand bilden Beine und Bauchfransen. Teile sie in vier kleine Gruppen und binde jede Gruppe mit einem einfachen Überhandknoten ungefähr 5 Zentimeter unter dem letzten Quadrat-knoten ab. Die beiden mittleren Gruppen dürfen etwas länger bleiben als die äußeren; dadurch bekommt die Silhouette eine sanfte Rundung. Kämme die Enden vorsichtig aus und schneide sie erst dann auf Länge. Baumwollkordel franst unterschiedlich stark aus. Deshalb lieber zunächst zu lang lassen und in kleinen Schritten kürzen.

Ein Schwanz, der nicht starr absteht

Für den Schwanz brauchst du zwei Kordeln von je etwa 90 Zentimetern. Befestige sie am rechten Rand der Stange mit einem Lerchenkopfknoten und verdrille die vier herabhängenden Enden zu einer Schnur. Arbeite dabei in kurzen Abschnitten: Eine Hand dreht, die andere hält die fertige Partie fest. Sobald der Schwanz die gewünschte Länge erreicht hat, lege ihn in einem lockeren Bogen neben den Körper und sichere das Ende mit einem kleinen Überhandknoten. Wenn du ihn lieber nach oben führen möchtest, fixiere die Kurve an einer Stelle mit einem zusätzlichen Stück Garn. Zu starkes Spannen nimmt ihm die natürliche Bewegung.

Die wichtigsten Entscheidungen während der Arbeit lassen sich an wenigen Stellen treffen:

  • Eng geknüpft: ergibt eine kompakte, klar erkennbare Körpersilhouette.
  • Lockerer geknüpft: lässt mehr Luft zwischen den Reihen und wirkt weicher.
  • Lange Fransen: geben der Katze einen verspielten, etwas rustikalen Charakter.
  • Kurze Fransen: halten das Wandbild ordentlich und betonen die Knotenform.

Ausrichten, bevor die Schere zum Einsatz kommt

Hänge die Arbeit an die Wand oder an einen Haken und betrachte sie aus etwas Abstand. Auf dem Tisch sieht eine kleine Schieflage oft harmlos aus; an der Wand fällt sie deutlicher auf. Richte zuerst den Kopf aus, dann die Stange und zuletzt den Körper. Wenn die Ohren nicht ganz gleich hoch sind, kannst du einzelne Wicklungen vorsichtig verschieben. Bei schief wirkenden Körperreihen hilft es manchmal, die Knoten mit den Fingern zu lockern und neu anzuziehen, statt gleich etwas aufzutrennen.

Zum Schluss kämmst du die Fransen mit einem feinen Kamm von den Spitzen nach oben aus. Halte die Knoten dabei fest, sonst ziehst du sie ungewollt auseinander. Schneide die Kontur mit einer scharfen Schere nach, am besten in kleinen Etappen. Die Form muss nicht millimetergenau sein: Ein leicht unregelmäßiger Rand passt gut zu handgeknüpfter Baumwolle. Kontrolliere auch die Rückseite und sichere lose Enden mit einer Wollnadel unter benachbarten Knoten.

Wenn die Katze ihren eigenen Ausdruck bekommt

Farbige Kordel kann den Charakter stark verändern. Naturweiß wirkt zurückhaltend, warmes Beige passt zu einer schlichten Einrichtung, und ein dunkler Schwanz hebt sich schön von einer hellen Wand ab. Bei mehrfarbigen Varianten würde ich zunächst nur ein Detail ändern – etwa die Augen, die Ohren oder den Schwanz. So bleibt die Form gut lesbar. Wer mit dünnerer Schnur arbeitet, sollte außerdem mit kürzeren Abständen zwischen den Knoten rechnen; dieselbe Anzahl Fäden ergibt sonst einen deutlich schmaleren Körper.

Die fertige Katze muss nicht wie eine Vorlage aussehen. Gerade kleine Unterschiede in Ohrwinkel, Fransenlänge oder Schwanzbogen geben dem Stück Persönlichkeit. Wenn du beim Knüpfen kurz innehältst, bevor du den nächsten Knoten festziehst, kannst du diese Eigenheiten bewusst setzen. Am Ende hängt dann nicht bloß ein Motiv an der Wand, sondern eine Katze, deren Haltung aus deinen Händen entstanden ist.

Foto von Samantha Hare auf Unsplash

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